VERANSTALTUNGEN

"All Power to the People"
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Veranstaltungsreihe

Ab Mai 2022 startet eine Veranstaltungsreihe im Rahmen der Kampagne "All Power to the People - von unten nach links".


 
Damit möchten wir uns mit Basisorganisierung als Strategie und Mittel revolutionärer Politik, die mit und in der Gesellschaft wirkt, beschäftigen. Wir möchten von Beispielen inspirierender, starker Bewegung aus aller Welt, heute und in der Vergangenheit erfahren und uns fragen, was wir daraus für unsere Politik heute und vor Ort lernen können. Auf diesem Weg möchten wir noch weitere Menschen dazu anregen, Initiativkräfte für den Aufbau von Basisorganisierungen in Stadtteilen zu werden und diese perspektivisch zu einer größeren Bewegung zusammen zu schließen. In Münster gibt es seit 3 Jahren eine Stadtteilinitiative (Berg Fidel Solidarisch), die sich zur Zeit vor allem gegen die Vermietergesellschaft LEG organisiert. Wir möchten diesen Ansatz verbreiten und in weitere Viertel und Städte tragen.

"All Power to the People - von den Erfahrungen der revolutionären Stadtteilarbeit in der BRD" (14.05., 18 Uhr) - Leo 16, Münster

Zum Auftakt starten wir mit einer Veranstaltung mit verschiedenen Stadtteilinitiativen. Der Ansatz der Basisorganisierung und revolutionären Stadtteilarbeit kann vielfältige Arbeitsweisen und Themenfelder mit sich bringen. Wir hören von Gruppen aus der BRD wie ihre Arbeit aussieht und wie sie eine Organisierung von unten anstreben. Das kann eine Stadtteilgewerkschaft sein, aber auch heißen über eine Mieter*inneninitiative die Menschen im Viertel zu organisieren. Wir freuen uns darauf von Ansätzen zu lernen, wie diese funktionieren und was hierbei Stärken und  Herausforderungen  sind. Es werden sich Gruppen aus Bremen und Münster vorstellen und mit uns darüber diskutieren, wo es noch Schwierigkeiten gibt und welche Ansätze schon gut funktionieren.

"All Power to the People - vom Aufbau einer Mieter*innenbewegung in der BRD"
Starthilfe AG DW Enteignen (23.05., 19 Uhr) - Leo 16, Münster

Die  Berliner Kampagne „Deutsche Wohnen und Co enteignen!“ (DWE) ist die größte Bewegung in Deutschland(?), die sich den dringenden Fragen rund um Miete und ein Grundrecht auf Wohnen widmet. Sie weist mit der Forderung der Vergesellschaftung auf die Notwendigkeit systemischer Veränderung fern von Privateigentum und Profit mit der Miete hin. Möglich wurde der Erfolg von DWE zum einen, weil es der Kampagne gelang viele hundert Aktive in allen Berliner Stadtteilen zum Mitmachen zu motivieren. Zum anderen konnte die Bewegung nur deswegen so stark werden, weil ihr jahrelange Kämpfe der Berliner Mieter*innen vorausgegangen waren, die sich in unterschiedlichen Initiativen und Vernetzungen organisiert hatten. Uns besucht die AG Starthilfe der Kampagne, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, solche Mieter*inneninitiativen beim Aufbau zu unterstützen. Wir  wollen von ihrer Arbeit hören und uns inspirieren lassen, für den Aufbau von organisierten Nachbar*innenschaften überall!

"All Power to the People - von feministischer, klassenkämpferischer Basisorganisierung in der Türkei" (06.06., 18 Uhr) - Leo 16, Münster

Mor Dayanışma ist feministisch-arbeitskämpferische Basisorganisation mit überregionalen Strukturen in der Türkei. Die politische Arbeit der Organisation findet in Stadtteilen, auf der Arbeit und bei den Frauen zu Hause statt. Ihre Treffpunkte befinden sich in Arbeiter*innenvierteln, wo viele Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen, Armut und schlechter gesundheitlicher Versorgung leben. Dort können Frauen an kostenlosen Fortbildungen, zu Themen wie beispielsweise Arbeitsschutz oder gesundheitliche Vorsorge teilnehmen. Mor Dayanışma organisiert auch die  anwaltliche, gewerkschaftliche und psychologische Unterstützung. Über diese Angebote hinaus, werden gemeinsam Diskussionen über die Möglichkeit von Arbeitskämpfen geführt und nach kollektiven Lösungen gesucht. Viele Frauen erfahren so Selbstwirksamkeit und beginnen, sich politisch und gwerkschaftlich zu organisieren. Eine Genossin von Mor Dayanışma wird von der Organisation und ihrer Arbeit berichten.

"All Power to the People - von der Suche nach einer Praxis feministischer Basisarbeit" (20.06., 18 Uhr) - Leo 16, Münster

FEM:IN Ruhr ist eine revolutionäre feministische Organisation im Aufbau, die sich zum Ziel gesetzt hat,  eine feministische Klassenpolitik umzusetzen. Das bedeutet, uns anhand unserer Alltagsprobleme, mit unserer Nachbarschaft, auf der Arbeit, in unserem Alltagsleben zu organisieren, um unsere gemeinsamen Bedürfnisse und unsere Wünsche kollektiv durchzusetzen.


"All Power to the People - von der Organisierung der Black Panther Party in den USA und Intersektionalität von unten" (04.07., 18 Uhr) - Leo 16, Münster

Die Black Panther Party war eine revolutionär-sozialistische Bsisorganisierung, die in den 1960ern bis 80er Jahren erfolgreich Menschen anhand ihrer Probleme und gemeinsamen Unterdrückungs- und Ausbeutungserfahrungen organisiert haben. Dabei ging es bei der konkreten Arbeit nicht nur darum Schwarze Menschen zu organisieren, sondern es wurde auch angestrebt mit anderen unterdrückten Gruppen, in der „rainbow-coalition“, zusammen gegen den gemeinsamen Feind, das unterdrückende System und die Klassengesellschaft, zu kämpfen. 

Das Bündnis „Free Mumia Berlin“ wird in ihrem Vortrag die Organisierungsweise der Black Panther Party vorstellen und Ansätze teilen, die auch für unsere Arbeit heute in der BRD  inspirierend sind und von denen wir lernen können. Das Bündnis beschäftigt sich vor allem mit Soli-Arbeit zu Gefangenen der US-Klassenjustiz wie Mumia Abu-Jamal (seit 40 Jahren in Haft) von der „Black Panther Party“ oder Leonard Peltier (seit 46 Jahren in Haft) vom „Amerian Indian Movement“ und „Party for socialism und liberation“ und dem Kampf gegen eben jene Klassenjustiz.

"All Power to the People - von der Revolution in Rojava und der Vorarbeit revolutionärer Kräfte" (18.07., 18 Uhr) - Leo 16, Münster

An diesem Termin möchten wir uns mit der Revolution in Rojava und dem dort      entwickelten gesellschaftlichen Projekt des demokratischen Konföderalismus beschäftigen. Die kurdische Bewegung und die von ihr geschaffene alternative Gesellschaftsordnung bietet Hoffnung, dass eine andere Welt möglich ist. Um diese Hoffnung auch für hier greifbarer zu machen, diskutieren wir, wie eine so tiefgreifende Organisierung der Gesellschaft erreicht werden, wie die Bewegung so stark wachsen konnte und was die Vorarbeit von revolutionären linken Kräften darin war. Die Initiative Demokratischer Konföderalismus wird uns besuchen und über ihre Sicht und ihr Wissen zu den Fragen berichten.

"All Power to the People - von Basisorganisierung der Landlosen in Brasilien und dem Kampf für eine gerechte Gesellschaft" (01.08., 18 Uhr) - Leo 16, Münster

Der MST ist die Bewegung der „Arbeiter*innen ohne Land“ in Brasilien. Sie ist 1984 entstanden, als durch den zunehmenden Landraub immer mehr Kleinbäuer*innen von ihrem Land vertrieben wurden. Viele zogen gezwungenermaßen in die Städte und waren ohne Arbeit und Zuhause entwurzelt und perspektivlos. Aus dieser Notwendigkeit organisierten sich die Unterdrückten Menschen, um vor allem, für einen Zugang zu Ländereien zu kämpfen. Diese Organisierung ist so erfolgreich, dass sie seit nunmehr 38 Jahren exisitert und die einzige Massenorganisierung in Brasilien ist, die nicht von oben zerschlagen wurde.
Der Ansatz der Basisorganisierung meint beim MST, dass Menschen sich selbst von unten organisieren, um Veränderung erfahrbar und realistisch zu machen. 
Der Kampf hat sich mittlerweile verallgemeinert und geht über die direkten Interessen der Kleinbäuer*innen hinaus. Das Ziel ist die Überwindung des kapitalistischen Systems als solches. Um einen Bruch mit dem herrschenden System hin zu einer sozialistischen Gesellschaft herbeizuführen werden Kämpfe verbunden und zusammen gebracht.
Bei der Veranstaltung wird eine Genossin vom MST von ihrer Arbeit der Basisorganisierung berichten und wie es ihnen seit so langer Zeit erfolgreich gelingt unterdrückte Menschen zu organisieren und den Kampf für Gerechtigkeit und Umverteilung von Reichtum und Land zu führen.